Eltern bleiben!


Obwohl die Schulen Ihre Kinder weiter mit Lernaufgaben versorgen, vergessen Sie nicht: Ihre Kinder brauchen Sie vor allem als Eltern, als Vater, als Mutter. Sie werden die Lehrer Ihrer Kinder und die Schulstunden auch nicht ersetzen können.
Sie können Ihre Kinder darin unterstützen, die zugeschickten Aufgaben als Angebot zu nutzen, Ihren Tag zu strukturieren und „am Ball zu bleiben“. Das Lernen an sich nicht zu verlernen und ihr Hirn weiter zu nutzen.
Sollten die Aufgaben in ihrer Menge oder Schwierigkeitsstufe Sie überfordern, sprechen Sie mit den Lehrern und melden Sie Ihre Probleme mit der Situation an.

Sie sind diejenigen, die das „Zuhause“ am Laufen halten müssen.
Dazu gehört Liebe, Freude, Ruhe, Austausch, Begegnung, gesund bleiben, Kreativ werden um mit der Situation umzugehen, Raum haben um seinen Sorgen zu begegnen und sie äußern zu können.
Das ist Ihre vorrangige Aufgabe. Wenn das Schulpensum und der Umgang mit Ihrem Kind beim Lernen die Familie zu stark belastet, muss das Thema mit den Lehrern besprochen und ggf. hinten an gestellt werden.

Vielleicht ist für Ihr Kind dann gerade etwas anderes dran: mehr Gespräche mit Ihnen, gemeinsam Sport treiben, kochen lernen, ein Beet im Garten anlegen, gemeinsam mit Ihnen Musik machen, Brettspielenachmittage pflegen, familiäres Miteinander bewusst gestalten, Rücksichtnahme lernen, für die Familie kochen, Wäsche waschen oder irgendeinen sinnvollen Beitrag zum gemeinsamem Leben leisten.

Haben Sie keine Angst vor verpasster Schule.
Haben Sie keine Angst vor nicht geschafften Aufgaben.
Arbeiten Sie so lange und so viel es in Frieden geht, dann lassen Sie ihr Kind leben und lernen, mit der Situation positiv zurecht kommen.
Überlegen Sie mal: was wollten Sie Ihrem Kind schon länger mal beibringen? Knöpfe annähen, Hosen kürzen, Feuer machen, den Fahrradreifen reparieren, Reifen wechseln, Abtrocknen, Rührei machen…..
Tun sie es und lernen Sie gemeinsam mit Freude Neues!